Brew Bundler

Reboot tut gut. So zumindest der alte Spruch der Windows Benutzer. Auf dem Mac wird jeder passionierte Steve Jünger behaupten ist das anders, aber ein Clean install ist nach ein paar Jahren doch ganz erholsam. Man muss nicht mühsam ausmisten, sondern installiert sich nach und nach die Software die man braucht und kümmert sich mit akribischer Sorgfalt um die Konfiguration und das Setup.

Aber die Reinkarnation kommt mit hohen Kosten. Bis man sich in der täglichen Arbeitsumgebung wieder heimisch fühlt und alle notwenige Software wieder installiert hat vergehen Tage bis hin zu Wochen.

Da ich gerade dabei bin meinen mobilen Rechner mit neuem glanz zu versehen nutze ich die Gelegenheit diesen Prozess ein wenig zu dokumentieren und zu verschlanken. Manche Dinge sind automatisierbar, manches ist synchronisierbar und manches wird einfacher in dem man sich einfach nur notiert: Wie kann man verdammt noch mal einstellen, dass man durch die Elemente in einem Fenster per Tab durchwelchseln kann?

Vor einem Jahr in etwa bin ich über Homebrew Cask gestolpert.

Homebrew Cask extends Homebrew and brings its elegance, simplicity, and speed to OS X applications and large binaries alike.

Als einen essentiellen Nachteil habe ich dabei die fehlende Möglichkeit Updates einzuspielen zu können empfunden.

Vor wenigen Tagen wurde ich dann auf Brew Bundle aufmerksam gemacht. Aus der Ruby Welt kennt man den Bundler, der es erlaubt dependencies die in einem Gemfile definiert sind aufzulösen, zu installieren und aktualisieren. Brew Bundle verfolgt ein ähnliches Konzept. In einem Brewfile definiert man die Software, die installiert werden soll. Dabei können sowohl Hombrew Pakete als auch Homebrew Cask und Mac App Store Software referenziert werden. Ein einfaches brew bundle installiert und aktualisiert dann die gewünschten Pakete. Eigene Paket-Definitionen können einfach ge-tap-t werden.

Das klicken durch verschiedene installer hat mir Brew Bundle auf jeden Fall erspart. Der Praxistest beim Update steht jedoch noch aus. Außerdem sollte man sich der Risiken bewusst sein: Ein brew bundle installiert Software aus nicht direkt ersichtlichen Quellen. Zwar können diese überprüft werden, aber wer macht das schon.

Mein derzeitiges Brewfile zum stöbern findet sich hier.